Kräuter ernten und konservieren

29. August 2017

Wie langweilig wäre das Kochen ohne Kräuter? Erst Thymian, Petersilie & Co verleihen vielen Speisen das gewisse Etwas und jetzt im Sommer braucht man nur eine kleine Runde durch den Garten zu drehen, und kann im Nu eine Handvoll davon enten. Im heutigen Beitrag über Kräuter ernten und konservieren haben wir für euch zusammengestellt, wie es gelingt, die Würzkraft der Aromapflanzen für die Wintermonate zu konservieren.

Kräuter ernten: Das muss man beachten

Am besten begebt ihr euch bereits am Vormittag auf Streifzug durch den Garten, sobald der nächtliche Tau abgetrocknet ist und die Sonne die duftenden Aromastoffe hervorkitzelt. Meiden sollte man die Mittagshitze, da dann alle abgeschnittenen Pflanzen schnell schlapp machen. Das beste Werkzeug ist eine spitz zulaufende Ernteschere. Das GardenGirl Modell gibt es mit rosafarbenen oder grünen Griffen. Ideal eignet sich auch ein scharfes Erntemesser, das wir in unserer kommenden Herbstkollektion ganz neu im Sortiment haben.

Wichtig: Schneidet nur etwa die Hälfte der Stiele, damit sich die Pflanzen rasch erholen und wieder neu austreiben.

Kräuter ernten: Kräuter und Erntescheren
Die Erntescheren von GardenGirl machen die Kräuterernte ganz einfach.

Kräuter trocknen: Bewahrt die Aromastoffe

Kleinblättrige Arten wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Currykraut, Pfefferminze oder Zitronenverbe bündelt man und hängt die Sträußchen und hängt sie kopfüber an einem luftigen, warmen und möglichst dunklen Ort auf. Nach etwa einer Woche sind die Stiele rascheltrocken und ihr könnt die Blätter leicht abstreifen und anschließend in dunklen Schraubgläsern oder Blechdosen aufbewahren. Bei großblättrigen Arten wie Salbei oder Lorbeer zupft man die Blätter vor dem Trocknen ab und trocknet sie einzeln ausgebreitet auf einem Holzrahmen mit einer feinen Gaze-Bespannung. Oder ihr macht euch die Mühe und fädelt die Blätter einzeln auf einer dünnen Schnur auf, die ihr dann zum Trocknen an einen luftigen, warmen Ort aufhängt.

Kräuter ernten: Verschiedene Trocknungsmethoden
Die Würzkraft der Kräuter lässt sich für die kalte Jahreszeit aufbewahren.

Syls Trockenmethode für Suppenkräuter:

Selleriegrün, Liebstöckel und Petersilie legt Syl in dünne Stoffsäckchen, die sie draußen an der frischen Luft in die Sonne legt und immer wieder schüttelt, damit sie gut durchmischt werden. Nach drei bis vier Tagen breitet sie die Kräuterstiele auf einem Backblech aus und lässt sie bei 50 Grad eine Stunde lang weiter trocknen. Die Backofentür hält Syl mit einem dazwischen geklemmten Holzkochlöffel einen Spalt weit offen, damit die feuchte Luft entweichen kann.

Kräuter ernten: Petersilie im Stoffsäckchen
Im luftigen Stoffsäckchen trocknen Suppenkräuter ganz schnell.

Und Basilikum? Am besten zu Pesto verarbeiten

Zusammen mit Olivenöl, Parmesan, gerösteten Pinienkernen und etwas Salz in einem Stabmixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Eingefüllt in ein Schraubglas kann man das Pesto etwa ein – bis zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Länger hält es meistens sowieso nicht, dazu ist es viel zu lecker!

Kräuter ernten: Getrocknete Kräuter im Schraubglas
Im luftdicht zu verschließenden Schraubglas lassen sich die trockenen Kräuter am besten aufbewahren.

August-Gartenkalender

  • Stauden teilen: Arten, die im Frühling oder Frühsommer geblüht haben, können jetzt aus der Erde gegraben und ihr Wurzelballen geteilt werden. Am besten verwendet ihr dazu eine Grabegabel oder einen Spaten. Anschließend die Teilstücke sofort wieder einpflanzen.
  • Blumensamen ernten: Das geht ganz leicht bei Stockrose, Mädchenauge, Königskerze oder Frauenmantel. Wartet, bis sich die Samenhüllen oder Kapseln braun verfärbt haben, öffnet sie dann und lasst die einzelnen Samen einige Tage lang an einem warmen Ort auf Zeitungspapier ausgelegt trocknen. Erst dann füllt man die Samen zur Aufbewahrung in Papierkuverts um.

Viel Spaß beim Kräuter ernten wünschen Euch,
Eure GardenGirls

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